Kletterabteilung: Wichtige Termine zu den Kinder- und Jugendkursen & Spätsommerinterview

vor einigen Wochen haben wir bereits über die Anmeldung zu unseren Kinder- und Jugendkletterkursen für das Schuljahr 2026/27 informiert. Da die ersten wichtigen Termine nun unmittelbar bevorstehen, möchten wir noch einmal an die Anmeldung erinnern.
Außerdem gibt es in diesem Newsletter einen persönlichen Einblick in die Kletterabteilung: Veit Hesse hat mir einige Fragen zu meinem Ehrenamt, zur Entwicklung unserer Abteilung und zu meiner Motivation geschickt. Das daraus entstandene Spätsommerinterview findet ihr am Ende dieses Newsletters.
Kinder- und Jugendkletterkurse 2026/27: Die nächsten Termine
Auch im kommenden Schuljahr bieten wir wieder unsere beliebten Kletterkurse für Kinder und Jugendliche an. Die Kurse richten sich sowohl an Kinder und Jugendliche, die bereits bei uns klettern, als auch an Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger.
Rückmeldung für bisherige Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer
Frist: Mittwoch, 16. September 2026
Kinder und Jugendliche, die bereits im vergangenen Schuljahr an einem Kletterkurs teilgenommen haben und gerne weitermachen möchten, müssen bis Mittwoch, 16. September, online zurückgemeldet werden.
Die erforderlichen Informationen zur Rückmeldung wurden den betroffenen Familien bereits per E-Mail zugeschickt.
Bevorzugte Anmeldung für Vereinsmitglieder
Frist war Freitag, 11. September 2026
Kinder, die bereits Mitglied im MTV München sind, bislang aber noch keinen Kletterkurs besucht haben, können an der bevorzugten Anmeldung teilnehmen.
Dafür musste bis zum 11. September eine E-Mail mit Vor- und Nachname sowie der Mitgliedsnummer des Kindes an die Abteilungsleitung geschickt werden.
Die Buchungsinformationen für diese Gruppe werden am Donnerstag, 17. September, verschickt.
Allgemeine Anmeldung für neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Start: Freitag, 18. September 2026
Ab Freitag, 18. September, startet die reguläre Anmeldung für alle noch freien Kursplätze.
Kinder können bei uns ab einem Alter von sieben Jahren mit dem Klettern beginnen.
Da die Teilnehmerzahl pro Kurs auf 15 Kinder bzw. Jugendliche begrenzt ist, empfehlen wir, sich bei Interesse möglichst frühzeitig anzumelden.
Wichtige Informationen zu den Kursen
- Voraussetzung für die Teilnahme ist die Mitgliedschaft in der Kletterabteilung des MTV München.
- Die Mitgliedschaft muss erst nach erfolgreicher Kursanmeldung abgeschlossen werden.
- Die Kurse laufen über das gesamte Schuljahr; in den Schulferien findet kein Training statt.
- Die notwendige Kletterausrüstung wird gestellt. Eigene Kletterschuhe und ein eigener Klettergurt werden empfohlen.
- Pro Kurs können maximal 15 Kinder bzw. Jugendliche teilnehmen.
- Bewährungsphase (NEU): Die Bewährungsphase läuft bis zum Jahresende 2026 und soll sowohl den Teilnehmenden als auch den Trainerinnen und Trainern die Möglichkeit geben zu prüfen, ob Teilnehmer den Erwartungen und Anforderungen entsprechen. Unser Ziel ist es, eine möglichst passende und langfristig erfolgreiche Gruppenzusammensetzung zu erreichen.
- Sollte kein Kursplatz mehr verfügbar sein, kann Ihr Kind unverbindlich auf die Warteliste gesetzt werden.
Alle Informationen zu Kursen, Trainingszeiten und Gebühren sowie die Online-Anmeldung findet ihr auf unserer Homepage:
Kinder- und Jugendkurse der Kletterabteilung
Klettertreff für junge Erwachsene
Auch für ehemalige Jugendkursteilnehmerinnen und -teilnehmer und darüber hinaus, gibt es ein Angebot:
Unser Klettertreff 18+ richtet sich insbesondere an junge Erwachsene, die nach ihrer Zeit in den Jugendkursen weiterhin gemeinsam klettern möchten.
Der Klettertreff ist ein selbstorganisiertes Angebot für erfahrene Kletternde, die sicher mit einem Halbautomaten sichern können. Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Klettern und der Austausch untereinander.
Bei Fragen zu den Kursen oder zum Klettertreff könnt ihr euch jederzeit gerne an mich wenden:
Roland Glatzel
mailto: roland.glatzel@mtv-muenchen.de
Das Spätsommerinterview
Zum Abschluss dieses Newsletters ein etwas persönlicherer Blick auf die Kletterabteilung.
Veit Hesse hat mir 14 Fragen geschickt – dazu, wer hinter der Abteilungsleitung steckt, was mich an meinem Ehrenamt motiviert und wie ich auf die Entwicklung unserer Kletterabteilung blicke.
1. Wer bist du und seit wann leitest du die Abteilung beim MTV? Seit wann bist du im MTV?
Ich bin Roland Glatzel und leite die Kletterabteilung des MTV München. Dem Verein bin ich bereits seit vielen Jahren verbunden. In dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit, die Abteilung gemeinsam mit vielen engagierten Mitgliedern weiterzuentwickeln.
Besonders wichtig war mir dabei immer, Strukturen zu schaffen, die langfristig funktionieren und von mehreren Menschen getragen werden.
2. Was machst du eigentlich hauptberuflich und wie kam es dazu, dass du beim MTV Verantwortung übernommen hast?
Ich arbeite hauptberuflich in einer Bank. Dort war ich in verschiedenen Bereichen tätig, unter anderem in verschiedenen Controlling-Einheiten, bei der Weiterentwicklung des finanziellen Berichtswesens für das Management sowie in der Accounting Policy. Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit Kapitalmanagement.
Beruflich wie ehrenamtlich geht es oft darum, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, langfristig zu denken und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.
Die Verantwortung im MTV habe ich übernommen, weil ich nicht nur teilnehmen, sondern die Entwicklung der Abteilung aktiv mitgestalten wollte.
3. Beschreib uns deine Abteilung in drei Sätzen: Wer trainiert da, wie viele seid ihr, was macht euch besonders?
In unserer Kletterabteilung trainieren Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ganz unterschiedlichen Zielen und Leistungsständen.
Mit rund 350 Mitgliedern gehören wir zu den größeren Abteilungen im Verein mit eigenem Abteilungsbeitrag.
Besonders macht uns die Verbindung aus sportlicher Weiterentwicklung, engagierten Trainerinnen und Trainern, einem starken Routenbauteam und einer Kultur, in der Wissen und Erfahrungen rund um den Klettersport gerne weitergegeben werden.
4. Was war dein schönstes ehrenamtliches Ergebnis?
Am meisten freut mich die langfristige Entwicklung der Abteilung.
Die finanzielle Konsolidierung war bereits relativ früh erreicht. Danach konnten wir uns auf die eigentlichen Zukunftsthemen konzentrieren: die Weiterentwicklung der Organisation, die Verbesserung wichtiger Abläufe, die Sanierung der Kletterhalle und die Weiterentwicklung unserer sportlichen Angebote.
Besonders schön finde ich, dass heute Formate wie der Klettertreff 18+ oder das Familienklettern von Menschen getragen werden, die sich selbst einbringen und Verantwortung übernehmen.
5. Gab es einen Moment, an dem du gedacht hast: „Genau dafür mache ich das“?
Für mich ist das weniger ein einzelner Moment als eine Entwicklung.
Besonders freue ich mich, wenn aus Teilnehmerinnen und Teilnehmern aktive Gestalter werden. Wenn Menschen zunächst zum Klettern kommen, dann Teil der Gemeinschaft werden und später selbst Ideen einbringen, Veranstaltungen organisieren oder Verantwortung übernehmen, dann zeigt sich die eigentliche Stärke eines Vereins.
6. Was war die schwierigste Situation, die du als Abteilungsleitung erlebt und gemeistert hast?
Die größte Herausforderung war wahrscheinlich die kontinuierliche Weiterentwicklung der Abteilung über viele Jahre hinweg.
Veränderungen bei Strukturen oder Abläufen sind selten spektakulär, aber oft notwendig. Dabei war mir immer wichtig, Entscheidungen transparent zu machen, unterschiedliche Sichtweisen anzuhören und möglichst viele Mitglieder mitzunehmen.
Nicht jede Entscheidung findet sofort Zustimmung. Aber Akzeptanz entsteht oft dadurch, dass die Hintergründe nachvollziehbar sind.
7. Wie viele Stunden pro Woche steckst du in den MTV – ehrlich gerechnet?
Das schwankt sehr stark.
Im Durchschnitt dürften es etwa fünf bis zehn Stunden pro Woche sein. In Phasen größerer Projekte oder Veranstaltungen kann es aber auch deutlich mehr werden.
8. Was gibt dir das Ehrenamt für einen Sinn?
Mich begeistert am Klettern, dass man nie aufhört zu lernen. Es gibt immer neue Techniken, neue Bewegungen und neue Herausforderungen.
Gleichzeitig lebt Klettern wie kaum ein anderer Sport von Vertrauen, gegenseitiger Unterstützung und dem Austausch von Erfahrungen.
Das Ehrenamt gibt mir die Möglichkeit, dafür gute Rahmenbedingungen zu schaffen.
Vereine sind für mich wichtige Orte des gesellschaftlichen Miteinanders. Hier kommen Menschen freiwillig zusammen, entwickeln gemeinsame Ideen und übernehmen Verantwortung. Dazu beitragen zu können, empfinde ich als sehr sinnvoll.
9. Was nimmst du aus dem Ehrenamt mit in deinen Beruf und/oder dein privates Umfeld?
Das Ehrenamt zeigt mir immer wieder, wie wichtig Beteiligung, Transparenz und Vertrauen sind.
Nachhaltige Lösungen entstehen selten durch Vorgaben von oben, sondern meist durch Dialog und gemeinsames Engagement.
Außerdem lerne ich ständig, mit unterschiedlichen Interessen umzugehen, Kompromisse zu finden und langfristig zu denken. Davon profitiere ich sowohl beruflich als auch privat.
10. Umgekehrt gefragt: Was bringst du aus deinem Beruf in den Verein ein, wovon der MTV profitiert?
Sicherlich einen strukturierten Blick auf Organisationen und Prozesse. Das hilft bei der Planung größerer Projekte, bei organisatorischen Weiterentwicklungen und bei langfristigen Entscheidungen.
Mindestens genauso wichtig ist für mich aber die Transparenz von Entscheidungen. Ich versuche, Hintergründe nachvollziehbar zu machen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und den Dialog mit den Mitgliedern zu suchen.
11. Wenn dich jemand fragt: „Warum machst du das überhaupt, ohne Bezahlung?“ – was antwortest du?
Weil nicht alles einen finanziellen Wert haben muss.
Es macht Freude zu sehen, wie sich Menschen sportlich entwickeln, wie Gemeinschaft entsteht und wie aus Ideen konkrete Projekte werden.
Außerdem bin ich überzeugt, dass unsere Gesellschaft davon lebt, dass Menschen Verantwortung übernehmen und sich freiwillig engagieren. Ein Verein ist ein sehr konkreter Ort, an dem das jeden Tag sichtbar wird.
12. Wer in deiner Abteilung verdient mehr Aufmerksamkeit, als er oder sie bekommt?
Eigentlich alle, die im Hintergrund Verantwortung übernehmen.
Unsere Trainerinnen und Trainer investieren viel Zeit in die Ausbildung und Betreuung der Kursteilnehmer. Dasselbe gilt für unser Routenbauteam, das die Kletterhalle kontinuierlich weiterentwickelt und dafür sorgt, dass wir immer wieder neue Herausforderungen an den Wänden finden.
Ebenso wichtig sind unsere Delegierten und Ersatzdelegierten. Sie vertreten die Interessen unserer Abteilungsmitglieder in der Delegiertenversammlung.
Ohne dieses Engagement wäre die Qualität unseres Angebots nicht möglich.
13. Was wünschst du dir vom MTV, damit dein Ehrenamt leichter wird?
Ich wünsche mir vor allem, dass sich auch künftig Menschen finden, die Verantwortung übernehmen möchten.
Ich finde es wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Mitglieder eigene Ideen entwickeln und umsetzen können.
Wenn aus Teilnehmenden Trainer, Routenschrauber, Organisatoren oder zukünftige Funktionsträger werden, dann ist das aus meiner Sicht der beste Weg für eine nachhaltige Vereinsentwicklung.
14. Was möchtest du anderen Münchnerinnen und Münchnern über deine Abteilung erzählen, was sie wahrscheinlich nicht wissen?
Viele denken bei einer Kletterhalle zunächst an einen Ort zum Trainieren.
Für mich ist unsere Kletterhalle viel mehr als das. Sie ist Lernort, Treffpunkt und Begegnungsraum zugleich.
Hier geben unsere Trainer und Routenschrauber ihr Wissen weiter, hier entstehen Seilpartnerschaften für gemeinsame Touren und Kletterausflüge, und hier treffen sich Menschen unterschiedlichsten Alters mit einer gemeinsamen Leidenschaft.
Die Kletterwand ist dabei oft nur der Ausgangspunkt. Dahinter stehen Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und zahlreiche gemeinsame Aktivitäten rund um den Klettersport.
